Ergebnisse der Ausschreibungen der Bundesnetzagentur 2017

Bei der dritten Ausschreibung der Bundesnetzagentur für Windenergie an Land wurde am 22.11.2017 ein durchschnittlicher Zuschlagwert von 3.8ct/kWh erreicht.

Firma Krug Energie begründete den vorläufigen Ausstieg aus dem Projekt Görzhäuser Hof mit der schlechten Wirtschaftlichkeitsprognose. Bei ihrer Informations­ver­an­stal­tung am 07.02.2017 war Krug Energie noch mit einem Zuschlagwert von 6ct/KWh ausgegangen.

Die Ergebnisse der Ausschreibungen der Bundesnetzagentur für Windenergie an Land:

Ergebnisse der ersten Ausschreibung der Bundesnetzagentur für Windenergie an Land (19.05.2017)

Ergebnisse der zweiten Ausschreibung der Bundesnetzagentur für Windenergie an Land (15.08.2017)

Ergebnisse der dritten Ausschreibung der Bundesnetzagentur für Windenergie an Land (22.11.2017)

 

Preisentwicklung und Zuschläge der ersten drei Ausschreibungen der Bundesnetzagentur für Windenergie an Land 2017
1. Aussschreibung

19.05.2017

2. Ausschreibung

15.08.2017

3. Ausschreibung

22.11.2017

Durchschnittlicher Zuschlagswert 5.71 ct/kWh 4.48 ct/kWh 3.8ct/kWh
Abgegebene Gebote und

Gesamtvolumina

256 Gebote mit 2.137MW Gesamtvolumen 281 Gebote mit

2.927 MW Gesamtvolumen

210 Gebote mit

2.591MW Gesamtvolumen

Zuschläge 70 Gebote / 807 MW 67 Gebote /1.031 MW 61 Gebote für 1.000,4MW
Gebote von Bürger­ener­giege­sell­schaft­en vor Genehmigung 71% 84% 89%
Zuschläge für Bürgerenergie­gesell­schaften 93% 90 % 98%
Preise des Einheits­preisver­fahrens 5.78ct/kWh 4.29 ct/kWh 3.82ct/kWh

Neben der sinkenden Preise fällt der hohe Anteil  an Bürgerenergiegesellschafften auf. Bei der letzten Ausschreibung bekamen 98% der Zuschläge Bürgerenergiegesellschaften.

Für Bürgerenergiegesellschaften gelten im Rahmen des Verfahrens besondere Regelungen:
  • Bürgerenergiegesellschaften müssen bestimmte Anforderungen an die Gesellschaftsstruktur erfüllen, die per Eigenerklärung darzulegen sind.
  • Bürgerenergiegesellschaften können – anders als alle anderen Bieter – Gebote für Anlagen auch vor Erteilung einer Genehmigung nach Bundes-Immissionsschutzgesetz abgeben.
  • Der Zuschlagswert wird nach dem Einheitspreisverfahren ermittelt.
  • Die Realisierungsfrist beträgt 54 Monate – für alle anderen 30 Monate.