Wird es eine neue WKA am Görzhäuser Hof geben?

Der Investor UKA Meißen (Umweltgerechte Kraftanlagen GmbH & Co KG) plant die Wiederaufnahme des Windparkprojektes. Die WKA soll im Vorranggebiet 3128 zwischen Dagobertshausen, Wehrshausen, Marbach und Michelbach auf dem Grundstück eines privaten Waldbesitzers errichtet werden.

Die UKA Meißen hat derzeit in Deutschland 46 Windparks geplant und gebaut. In diesen Parks stehen zwischen einer und 33, insgesamt 348 WKA.

Laut UKA fallen die vorliegenden Gutachten für das Genehmigungsverfahren zum Bau der neuen WKA günstig aus. Dann liegt es in den Händen des Regierungspräsidiums Gießen die Anträge und Gutachten gem. dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BimschG) zu prüfen.

UKA Meißen wird, nach derzeitigem Kenntnisstand, die örtliche Presse über die Fortschritte des Projektes informieren. Die betroffenen Bürger, beispielsweise in Dagobertshausen mit einem Abstand um die 1 km zur geplanten WKA können die Informationen nur über Pressemitteilungen erfahren, eine direkte Kommunikation zwischen UKA Meißen und der Bürgerinitiative oder Ortsbeiräten ist derzeit nicht gewünscht. So ist weder über den geplanten Anlagentyp, die Gesamthöhe oder den genauen Standort sowie möglicher Informationen an die Bürger etwas bekannt.

Da die UKA Meißen, als privatrechtliches Unternehmen, auch das volle Investitionsrisiko trägt, sollen betroffenen Bürger, die dann vermutlich die nächsten 20 Jahre mit der Industrieanlage in unmittelbarer Wohnortnähe leben müssen, nicht über Pläne informiert werden. Da der Ausbau der erneuerbaren Energien auch durch Fördergelder und EEG unterstützt wird, also durch öffentliche Gelder, sollte schon aus diesem Grund eine kritische Auseinandersetzung erlaubt sein.

Die Windmessung vor Ort auf Nabenhöhe zur Überprüfung der Windhöffigkeit und damit eine aussagekräftigere Prognose der zu erwartenden Stromerzeugungsmenge, steht weiterhin aus.

Wie wir finden – ein eklatanter Missstand. Denn der Standort befindet sich inmitten des Waldes. Der Wald – auch der Wald hier vor Ort- auch der Wirtschaftswald- spielt für das Klima, den Wasserhaushalt und den Naturschutz eine wichtige Rolle. Ihn abzuholzen und großflächig zu verdichten um weitere Industrieanlagen zu errichten, deren Sinnhaftigkeit mangels Windmessung bislang noch nicht gezeigt werden konnte, ist ein zusätzliches Ärgernis.

Auch wenn 92% der Bundesdeutschen laut Forsa-Umfrage (2019) den Ausbau der Windenergie befürworten, so betrifft der Ausbau vor allem diejenigen, die in unmittelbarer Nähe leben und weniger diejenigen, die möglicherweise den Ökostrom beziehen möchten.

Schade, dass die Projektleitung UKA Meißen an einem Dialog nicht interessiert ist, wir von Seiten der BI werden es weiterhin versuchen.