Was haben alle mit dem Rotmilan?

Warum haben wir eine besondere Verantwortung für diesen Vogel?

Weltweit wird der Bestand des Rotmilans auf 20 000 – 25000 Brutpaare geschätzt. Etwa die Hälfte 10 000 – 13000 Paare leben in Deutschland. 5 % des weltweiten Bestandes leben in Hessen. Das sind 1000 -1300 Paare. Uns kommt daher beim Schutz dieses Vogels und dessen Arterhalt eine besondere Aufgabe zu. Seit Ende der 1980 er Jahre haben wir in Deutschland eine Bestandsabnahme um ein Drittel.

Die Bedrohung kommt durch:

Lebensraumveränderungen (Waldrodung, intensive Landnutzung, Anbau von Wintergetreide, Mais und Raps)

Vergiftungen durch Pestizide

Kollisionen mit Windkraftanlagen und Stromleitungen

Störungen am Nest durch Waldarbeiten Unfälle im Straßenverkehr

Illegal ausgelegte Köder und Abschüsse

Rotmilane erspähen ihre Beute im Suchflug, dabei ist ihr Blick nach unten gerichtet, dadurch besteht eine hohe Kollisionsgefahr mit Windkraftanlagen. Felder mit hoch gewachsenen Pflanzen wie zum Beispiel Maisfelder sind für den Milan zur Jagd ungeeignet.

Wie erkenne ich einen Rotmilan?

Am auffälligsten ist sein tief gegabelter Schwanz, der rötlich schimmert. Er gehört mit 140 – 165 cm Spannweite zu den größeren Greifvögeln bei uns. Er hat fünf Handschwingen, die weit auseinander stehen ( sie erscheinen wie Finger). Er fliegt sehr elegant.

Als Zugvogel ist er bei uns ab Anfang März zu sehen. Vereinzelt überwintern auch einige Vögel in Deutschland. Sein Ruf ist laut und lässt sich mit einem: Wie-uh-wie-uh-wie-uh am besten beschreiben.